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Sonntag, 13. Januar 2013

Catch Me If You Can Kritik zur Krimi-Komödie mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks

Handlung
Catch Me If You Can ist die von einer wahren Geschichte inspirierte Gaunerkomödie um den brillianten Fälscher und Hochstapler Frank Abagnale jr. (Leonardo DiCaprio), dem das FBI auf den Fersen ist. Agent Carl Hanratty (Tom Hanks), im Angesicht von gefälschten Schecks in mehrfacher Millionenhöhe nicht gerade amüsiert, trachtet den charmanten Hochstapler zu fassen.

Kritik
Mit fast 140 Minuten Laufzeit beweist uns dieser, auf einer wahren Begebenheit, beruhender Film, einen durchweg spannenden sowie auch unterhaltsamen Film, der kaum Längen in der gesamten Zeit aufweist, sondern einen durchweg gut unterhält und beim Zuschauer ein gutes Gefühl hinterlässt.

In Anbetracht der Darsteller kann man deutlich das Zusammenspiel oder besser gesagt „Katz- und Maus Spiel“ hervorheben, denn Leonardo DiCaprio und Tom Hanks harmonieren einfach großartig und überzeugen in ihren Rollen durchweg. Generell sind die schauspielerischen Darbietungen jedes einzelnen Darstellers sehr gut und überzeugend in Szene gesetzt.

Spielberg bringt in den Film viel Witz sowie Ironie und man kann deutlich sagen, dass das hier wieder zu einem seiner Meisterwerke gehört. Insgesamt arbeitet man hier mit viel Spannung und Verfolgungsjagden, die aber nicht auf viel Action getrimmt sind, sondern auf eine eher schlichte Ebene inszeniert wurden. Doch gerade das gefällt einem und die wirklich gut geschriebenen Dialoge, wie das gut durchdachte Drehbuch, machen den Film erst zu dem, was er ist. Aber auch die Ernsthaftigkeit bleibt in der einen oder anderen Szene nicht aus.

Fazit
Catch Me If You Can ist eine Krimi-Komödie, die in voller Länge überzeugen kann und ein gutes Zusammenspiel zwischen Leonardo DiCaprio und Tom Hanks zeigt. Ohne viel Action und Übertreibungen unterhält er den Zuschauer über 140 Minuten hinweg. Ein Hochgenuss von einem Film, der humorvoll, dramatisch und auch spannend gestaltet ist.

Bewertung: 8/10 Punkten

Donnerstag, 10. Januar 2013

Beverly Hills Cop 1-3 Blu-ray Review (3 Movie Collection)

Handlung
Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall!
In dieser rasanten Action-Komödie geht es richtig rund! Eddie Murphy ist Axel Foley, ein Polizist mit hellem Köpfchen und großer Klappe aus der Arbeiterstadt Detroit. Er jagt den Mörder seines besten Freundes - bis ins vornehme Beverly Hills hinein. Doch die respektlose Art des Detroit-Cops stößt im Polizeirevier von Berverly Hills nicht gerade auf Wohlgefallen. Er bekommt zwei Kollegen zur Seite gestellt, die das Schlimmste verhindern sollen. In der urkomischen, temporeichen Verbrecherjagd fegt Axel, begleitet von seinen zwei überforderten "Aufpassern", wie ein Wirbelwind durch die feine Gesellschaft.

Beverly Hills Cop 2
Bahn frei für Runde zwei! Eddie Murphy als cool-lässiger Polizist Axel Foley in der Fortsetzung von Beverly Hills Cop. Er ist wieder da - da, wo er nicht hingehört! Er arbeitet als Undercover-Polizist im reichen und sehr exklusiven Südkalifornien. Unter Einsatz seiner Lieblingswaffen - flächendeckendem Kugelhagel und Gags wie aus dem Maschinengewehr gefeuert - verfolgt er eine Bande internationaler Waffenschmuggler.

Beverly Hills Cop 3
Axel Foley ist wieder in Beverly Hills. Und gerät dort in eine actionreiche "Achterbahnfahrt" im Wonderland Amüsement Park! Zusammen mit seinen alten Freunden Billy Rosewood und Serge, wird Axel die heißeste Attraktion im Park: Er jagt die Gangster quer durch die Fahrgeschäfte, während der Shows und in den unterirdischen Gängen des Parks.

Kritik
Der Mix aus lässigen Sprüchen von Eddie Murphy, sympathischen Sidekicks und ein einprägsamer, mega cooler Soundtrack lockte in den 80ern Millionen Menschen in die Kinos.

Da stellt man sich schon die Frage, ob ein solches Konzept auch heute noch aufgehen würde angesichts der vielen Megaproduktionen mit permanenten Computertricks und daraus resultierenden, schier grenzenlos erscheinenenden Möglichkeiten. Beverly Hills Cop beweist eindeutig, dass die richtigen Darsteller, ein gutes Drehbuch und handgemachte Action immer noch wirken und bestens unterhalten können.

Erst die Rolle des Axel Foley kurbelte die Karriere von Eddie Murphy richtig an und machte Ihn zu einen der Top Star Hollywoods. Auch Judge Reinhold als stümperhaft wirkender Cop Billy Rosewood und John Ashton als äußerst korrekter, aber dennoch gutmütiger Detective Sergeant John Taggart tragen zweifelsohne zum Erfolg des Franchise bei.

Fazit
Die Beverly Hills Cop Filme machen immer wieder Spaß und werden wohl immer zu den unvergessenen Klassikern der 80er Jahre gehören. Murphy Fans oder auch begeisterte Action-Komödien Anhänger werden hier allemal auf ihre Kosten kommen.

Bewertung: 8/10 Punkten

Montag, 7. Januar 2013

Match Point Kritik zum Thriller Drama mit Scarlett Johansson und Jonathan Rhys Meyers

Handlung
Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) hätte genug Talent, um erfolgreicher Tennisprofi zu sein. Doch den nötigen Ehrgeiz dazu besitzt er nicht, weswegen er lieber den Job als Trainer in einem feinen Londoner Club annimmt. Sein Ziel ist es sich Zugang zur gehobenen britischen Gesellschaft zu verschaffen. Dies gelingt dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden irischen Jungen schneller als erwartet. Chris freundet sich mit dem arroganten, aber doch netten Zyniker Tom Hewett (Matthew Goode) an. Es dauert nicht lange, da hat sich Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer) in den smarten Tenniscoach verliebt. Selbst die steinreichen Eltern Alec (Brian Cox) und Eleanor (Penelope Wilton) mögen den aufstrebsamen Mann aus der Unterschicht. Papa Hewett ebnet Chris den Weg für die große Businesskarriere, die Heirat mit Chloe steht vor der Tür, doch ein großes Problem lässt alles aus den Fugen geraten. Chris hat sich in die erfolglose Schauspielerin Nola (Scarlett Johansson) verliebt - und die ist Toms Verlobte...

Kritik
Regie-Urgestein Woody Allen zeigt dem Zuschauer hier wieder eines seiner gekonnten Meisterwerke, indem er bei diesem Film wieder neue sowie ungewohnte Wege einschlägt.

Dieses Mal spielt der Film nicht, wie zu erwarten, in „New York“ sondern völlig untypisch in London. Hier bringt Woody Allen das eine oder andere typische Klischee eines Briten hervor, indem er sowohl auf die Oberflächlichkeit als auch auf die Borniertheit eingeht.

Auf die Story bezogen schafft es Allen eine gute Mischung zahlreicher Genres zu erreichen und Match Point sowohl als ein lebensnahes Drama zu zeigen als auch humorvoll und spannend zu sein. Die allgemeine These, die der Film aufstellt ist, dass man nicht alles im Leben steuern kann sondern zum Ende auch viel Glück oder auch Pech dazu gehört. Und so fragt man sich im Laufe des Filmes, welches Schicksal dem Hauptakteur bevorsteht. Auch dem Zuschauer wird in der einen oder anderen Minuten bewusst, wie viel Schicksal einem manchmal im Leben bevorsteht und wie vieles wir selbst gar nicht steuern können. Zum Ende hin werden dann alle Handlungsebenen zu einem gelungenen und spannenden Höhepunkt zusammen gebracht.

Im Film überzeugen drei wunderbare Hauptcharaktere, die besser nicht zusammengepasst hätten. Zum einen der untreue Ehemann, die ahnungslose Ehefrau und die leidenschaftliche Geliebte. Leider zieht sich der Film in den knapp 2 Stunden ein wenig und ihm fehlt zum Anfang der gewisse Spannungsbogen, wo uns Woody Allen mit starken Dialogen überzeugen wollte. Es sei ebenfalls gesagt, dass wir es hier nicht mit einem typischen Thriller oder Krimi zu tun haben, sondern eine Mischung aus vielem.

Fazit
Woody Allen zeigt einen hier wieder einmal sein Können im Bereich Regie und bringt dem Zuschauer in manchen Szenen doch zum Nachdenken. Außerdem erreicht er den Zuschauer mit seiner lebensnahen Darstellung der Thematik und erreicht einen mit viel Witz und Humor.

Bewertung: 8/10 Punkten

Sonntag, 18. November 2012

Nathalie küsst Kritik zur Romantikkomödie mit Audrey Tautou

Handlung
Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sich Nathalie () und François () kennenlernen. Sie werden schnell ein Paar, heiraten und verleben eine wundervolle Zeit. Doch das Glück ist nicht von Dauer. François kommt bei einem Unfall ums Leben und Nathalies perfekte Welt bricht zusammen. Sie stürzt sich die nächsten Jahre in ihre Arbeit, verschließt sich ihrer Umwelt, versucht, über ihren Verlust hinwegzukommen. Bis sie eines Tages aus heiterem Himmel ausgerechnet dem unscheinbarsten Mitarbeiter ihres Teams um den Hals fällt und ihn leidenschaftlich küsst. Markus, der nicht weiß, wie ihm geschieht, verliebt sich Hals über Kopf in seine Chefin. Als die von dem Kuss nichts mehr wissen will, beschließt Markus (), ihr so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen – um sich zu schützen. Das wiederum lässt Nathalie nicht zu, denn sie fühlt, dass Markus auf dem besten Weg ist, ihr Herz zu erobern. Doch das ungleiche Paar hat so einige Hindernisse im Kollegen- und Freundeskreis zu überwinden. Um ihrer ungewöhnlichen Liebe eine Chance zu geben, bleibt ihnen nur die Flucht – zurück in die Vergangenheit, und damit nach vorn ...

Kritik
Bei Nathalie küsst handelt es sich mal wieder um einen Film, der genau die richtige Mischung bietet, denn neben den dramaturgischen Momenten, gibt es hier auch romantisch-humorvolle Szenen.

Die Hauptdarstellerin kommt überaus sympathisch und liebevoll herüber und überzeugt vollends in ihrer Rolle. Dies kann man genauso an den Hauptdarsteller zurückgeben, der durch seine natürliche Art ebenfalls gute Schauspielkunst abliefert.

Natürlich beinhaltet auch dieser Film das ein oder andere Klischee in Sachen Liebesfilme, doch wurde hier besonders auf die Mischung der verschiedenen Genre geachtet. So gibt es z.B. nicht nur etwas fürs Herz sondern auch was fürs Auge und den Kopf. Denn Nathalie küsst bringt einen an manchen Stellen auch zum Nachdenken und bietet einige humorvolle Szenen, die in ihrer Struktur gut zum Einsatz kommen.

Durch das sehr gelungene Buch, das vor dem Film erschien, konnte man erkennen, dass diese doch sehr verrückte Liebesgeschichte eindeutig auf die Kinoleinwand gehört. Die Geschichte, über das sehr unterschiedliche Paar, wird durch die größten Teils gut geschriebenen Dialoge wunderbar herübergebracht. Ob man dem Ganzen das wahrhaftige abnimmt bleibt zu bezweifeln.

Fazit
Insgesamt ist Nathalie küsst ein gelungener Film, der einen mitnimmt und gut unterhält. Der gelungene Genremix bietet was fürs Herz, aber auch für die Lachmuskeln und regt zum nachdenken an.

Bewertung: 8/10 Punkte

Sonntag, 14. Oktober 2012

Headhunters Kritik zum skandinavischen Action-Thriller

Handlung
Roger Brown (Aksel Hennie) scheint ein Mann zu sein, der alles hat. Er ist Norwegens erfolgreichster Headhunter, mit der wunderschönen Galleristin Diana (Synnøve Macody Lund) verheiratet, besitzt eine unglaubliche Villa - doch er lebt über seinen Verhältnissen. Um sich den luxuriösen Lebensstil zu leisten stiehlt er Kunstobjekte. Bei einer Vernissage stellt seine Frau ihm Clas Greve (Nikolaj Coster-Waldau) vor. Dieser ist nicht nur der perfekte Kandidat für den Vorsitz des GPS-Unternehmens Pathfinder, für das Roger geeignete Leute sucht. Greve ist auch in Besitz eines sehr wertvollen Gemäldes. Roger sieht seine große Chance gekommen, endlich finanziell unabhängig zu werden und beginnt, den größten Coup seines Lebens zu planen. Doch bald kommt es zu Problemen - und dies nicht nur in finanzieller Hinsicht, denn Roger scheint sich mit dem Plan übernommen zu haben.

Kritik
Headhunters ist ein rasanter Krimi-Thriller, der einen von der ersten Minute an packt. Die Stimmung, die der skandinavische Filme herüber bringt, ist sowohl rasant als auch abwechslungsreich.

Die Story ist sehr gut durchdacht und bietet eine Mischung aus Spannung und Gefährlichkeit. Diese Kombination verleiht dem Film eine actionreiche Atmosphäre und einen guten Spannungsbogen. An einigen Stellen kann man nicht ganz Realität mit Film vergleichen, was aus unserer Sicht sehr schade ist. Denn häufig dachte man sich, dass ist einfach nur Fiktion und im wirklichen Leben nicht ansatzweise so. Die Szenen wirkten dadurch häufig übertrieben und ein klein wenig dick aufgetragen.

Die Charaktere sind in ihren Dialogen sehr witzig und auch verrückt, wodurch nie Langeweile im Film aufkommt. Der Hauptdarsteller ist in seiner Rolle sehr markant und fesselt den Zuschauer durch seine schauspielerischen Darbietungen. Sobald die actionreichen Szenen beginnen sorgt der Film durch seinen sehr schwarzen Humor und bringt dadurch den Zuschauer durch eine Vielzahl von skurrilen Szenen, ohne dabei ins lächerliche abzudriften.

Das Finale bietet dann nochmal richtig Tiefgang und ist überaus hervorzuheben. Dieses Happy End beendet den Film im richtigen Maß und verleiht dem Ganzen ein gut gesetztes Ende.

Fazit
Ein höchst unterhaltsamer skandinavischer Krimi-Thriller, der mit seinen Dialogen sowie Darstellern punkten kann. Die Mischung aus Action und schwarzen Humor ist hier überaus gut gelungen.

Bewertung: 8/10 Punkte

Dienstag, 9. Oktober 2012

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele Kritik zum Action-Drama mit Jennifer Lawrence

Handlung
In der nahen Zukunft ist die USA zusammengebrochen. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung, die jedes Jahr grausame Gladiatorenspiele veranstaltet, bei der nur eine einzige Person überlebt. 24 Jugendliche aus 12 verschiedenen Distrikten nehmen an den Spielen teil. Als die kleine Schwester der sechzehnjährigen Katniss (Jennifer Lawrence) antreten soll, nimmt Katniss ihren Platz ein. Ebenfalls ausgewählt wurde der Junge Peeta (Josh Hutcherson), den sie seit ihrer frühesten Jugend kennt. Obwohl sie befreundet sind und Peeta ihr vor Turnierbeginn sogar seine Liebe gesteht, verlangen die Regeln des Spiels, dass sie von nun an Feinde auf Leben und Tod sein müssen. Zusammen versuchen sie, die Regeln zu umgehen und gemeinsam lebend dem perfiden Spiel zu entkommen...

Kritik
Bevor der Film überhaupt in die Kinos kam, wurde im Vorfeld ganz groß die Werbetrommel gerührt, sodass man eigentlich keine andere Wahl hatte, als sich den Film irgendwann mal anzuschauen. Mit doch recht großen Erwartungen schauten wir uns dann den Film an und müssen sagen, dass wir doch ein wenig enttäuscht wurden.

Der Anfang ist sehr gut in Szene gesetzt und überzeugt auf emotionaler ebene in voller Länge. Die Story ist sowohl spannend als auch dramatisch, wodurch dem Zuschauer eine gute Mischung geboten wird. Wenn man aber bedenkt, dass der Film auch für das jüngere Publikum bestimmt ist (FSK 12), sind doch einige Szenen sehr Grenzwertig und wirken gerade psychisch sehr auf den Zuschauer. Viele sind mit anderen Erwartungen in den Film gegangen und waren doch sehr schockiert über einige Szenen in Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele.

Die Gewaltszenen sind manchmal so unglaubwürdig dargestellt, dass man kaum nachvollziehen kann, warum der ein oder andere in einer Situation so handelt. Manche Teilnehmer morden so, als wenn sie in ihrem leben noch nie was anderes gemacht haben. Die Überlegung überhaupt Kinder antreten zu lassen, damit diese sich bis auf den Tod bekämpfen können, wirkt doch schon ziemlich verstörend.

Fazit
Die Idee, um die sich Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele dreht ist schon ziemlich fragwürdig, denn der Film ist ab 12 Jahren Freigegeben und handelt davon, wie sich Kinder gegenseitig umbringen, um selbst am leben zu bleiben. Das ganze erinnert stark an einen japanischen Splatter Film namens Battle Royale aus dem Jahr 2000, wo sich ebenfalls Kinder auf äußerst brutale weise gegenseitig hinrichten. Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung des Films gelungen, nur muss jeder selbst entscheiden, ob nach den Hintergrund der Grundidee, 12-Jährige den Film schon sehen sollten.

Bewertung: 8/10 Punkte

Sonntag, 7. Oktober 2012

Jackie Brown Kritik zum Krimi von Quentin Tarantino

Handlung
Jackie Brown (Pam Grier) ist Stewardess, doch leider verdient sie zu wenig Geld. Deshalb arbeitet sie für den Waffenhändler Ordell Robbie (Samuel L. Jackson). Der hat sein Vermögen in Mexiko angelegt und lässt sich von Jackie Brown Bargeld in die USA schmuggeln. Als Jackie eines Tages kontrolliert wird, fliegt sie mit 50.000 Dollar und ein paar Gramm Kokain im Handgepäck auf. Der Bundesbeamte Ray Nicolet (Michael Keaton) schlägt Jackie einen Deal vor: Sie soll ihren Auftraggeber Ordell Robbie ans Messer liefern und bekommt dafür Straffreiheit zugesichert...

Kritik
Jackie Brown ist wieder einer DER Filme von Quentin Tarantino, die man gesehen haben sollte. Nicht nur die Auswahl der Songs, die in diesem Film brillant zum Einsatz kommen und perfekt ausgewählt wurden, nein….auch die überaus durchdachten Dialoge, die mit Witz und Ironie überzeugen, wenn auch nicht so, wie in anderen Tarantino Filmen. Vorlage war das Buch von Elmore Leonard, was Tarantino dazu brachte, den Film auf die Kinoleinwand zu bringen und das mit großem Erfolg.

Durch die Auswahl der Schauspieler, wie z.B. Robert De Niro oder Samuel L. Jackson, bietet der Film eine gute Mischung zwischen Spannung und Ironie. Vielleicht gelingt Tarantino zu wenig eine passgenaue Sicht auf die Protagonisten zu zeigen, da er manchmal zu viel Augenmerk auf die Hauptdarstellerin gelegt hat.

Man muss aber auch sagen, dass der Film eher zu den unbekannten und ruhigen Filmen von Tarantino gehört. Die Story ist im Großen und Ganzen einfach gehalten und dreht sich im Großteil des Films um das liebe Geld. Er versuchte einfach mit diesem Film eine andere Richtung einzuschlagen ohne dabei wirklich seinen Stil zu verlieren und das gelingt ihm auch ganz gut. Im Vergleich zu seinen anderen Werken ist Jackie Brown eher einfühlsam und bietet nicht so viel Humor, wie man es aus seinen anderen Filmen gewohnt ist.

Was man an den Film vielleicht auch kritisieren sollte ist eindeutig die Länge, denn im Allgemeinen hätte man die Story auch in 120Min. erzählen können und das wäre völlig ausgereichend gewesen. So hat er doch in der einen oder anderen Szene seine Längen.

Fazit
Ein gelungener Film, der in seiner Machart so ganz anders ist, als man es von Tarantino gewohnt ist. Selbst nach 30 Jahren kann er das Publikum immer noch begeistern und komplexe Darsteller sowie tolle Dialoge bieten.

Bewertung: 8/10 Punkten

Sonntag, 30. September 2012

72 Stunden - The Next Three Days Kritik zum Action-Thriller mit Russell Crowe


Handlung
Als Lara Brennan (Elizabeth Banks) verhaftet und des Mordes angeklagt wird, fällt ihr Ehemann John (Russell Crowe) aus allen Wolken. Der bis dato eher gemütliche Akademiker glaubt fest an die Unschuld seiner Frau und gibt fortan alles, um das Gericht von ihrer Unschuld zu überzeugen. Doch all seine Mühen sind umsonst – Lara wird verurteilt, den folgenden Suizid-Versuch überlebt sie nur Haaresbreite. John bleiben exakt 72 Stunden, ehe sie in einen Hochsicherheitsknast verlegt wird. Und so wendet er sich hilfesuchend an Ex-Häftling Damon Pennington (Liam Neeson), um einen irrwitzigen Plan auszufeilen: John will erst ins Gefängnis einbrechen, um dann mit Lara zu fliehen...

Kritik
Das Original aus Frankreich heißt „ Pour elle“ (Ohne Schuld) und war ein europäischer Überraschungserfolg. Kein Wunder also, dass die amerikanischen Filmstudios sich gedacht haben, den drehen wir doch mal nach. Und das mit großem Erfolg, denn uns hat 72 Stunden - The Next Three Days sehr überzeugt. Russell Crowe, spielt den verzweifelten Familienvater, sehr gut und überaus spannend. Der Zuschauer wird in die Verzweiflung eines unbescholtenen Mannes mit hineingezogen  und erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, zwischen Schuld und Unschuld.
Hierbei ist es sehr gut gelungen, dass Crowe, der eigentlich Dozent an einem College ist, dadurch keine Superkräfte erhält oder eine düstere Vergangenheit hat, wodurch er mit jeglichen Konfliktsituationen perfekt umgehen kann. Darauf wurde hier voll und ganz verzichtet und man konzentriert sich lieber voll und ganz auf den Protagonisten. 

An einigen Stellen ist das zwar schwer nachzuvollziehen, da Crowe schon von seinem rein äußerlichen einen starken Held darstellt. Dieser Stil und auch die Dialoge dazu sind sehr gut gelungen und überzeugen im Film. Die Rolle von Liam Neeson als Heist-Experte ist zwar gut, wirkt aber leicht uninspiriert, besonders im Zusammenhang mit Russell Crowe. Elizabeth Banks als verzweifelte Familienfrau, die unschuldig im Knast sitzt, überzeugt und lässt einem emotional mitfühlen. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut und durch die Kulissen hervorragend in Szene gesetzt. Aus vielen Thrillern, besonders aus Hollywood, kennt man die Überstrapazierung von vermeintlichen Zufällen, die häufig ein großes Problem darstellen und auf den Zuschauer schnell unnötig und übertrieben wirken. Leider ist das auch hier an manchen Stellen so, was aber nicht besonders negativ auffällt.

Fazit
Insgesamt ist 72 Stunden - The Next Three Days ein gelungener Action-Thriller, der einen sowohl auf der emotionalen, aber auch auf der Spannungsebene in den Bann zieht. Russell Crowe überzeugt in seiner Rolle, als sorgender Familienvater und die Dialoge sind sehr gut geschrieben und überzeugend dargestellt.

Bewertung: 8/10 Punkten

Samstag, 29. September 2012

In den Straßen der Bronx Kritik zum Drama mit Robert De Niro

Handlung
Calogero (Lillo Brancato) wächst während der 60er in der Bronx auf. Einerseits hat er ein gutes Verhältnis zu seinem Vater, dem ehrlichen Busfahrer Lorenzo (Robert De Niro), andererseits entwickelt er eine enge Beziehung zum charismatischen Gangsterboss Sonny (Chazz Palminteri). Mehr und mehr muss Lorenzo mit ansehen, wie sein Junge unter den schlechten Einfluss Sonnys gerät. Sowohl Lorenzo als auch Sonny prägen Calogero auf seinem Weg vom Kind zum Jugendlichen. Die Durchsetzungsfähigkeit des Mafia-Paten beeindruckt Calogero nachhaltig, der zusammen mit seinen Freunden immer öfter in kriminelle Aktivitäten verwickelt wird. Das Gemisch aus menschlicher Nähe und Gewalt, das sein soziales Umfeld prägt wird zu einer Schule für Calogero. Er muss lernen, dass die Bronx sowohl gefahren als auch Chancen bereit hält. 

Kritik
Der Film erschien 1993 in den deutschen Kinos und ist jetzt im Handel auf Blu-ray und DVD zu haben. Bei diesem Film nimmt Robert De Niro nicht einfach wieder eine Rolle ein, sondern übernimmt gleichzeitig auch die Regie dazu. Die Story ist eine Mischung aus Mafiafilm, einer Vater/Sohn Beziehung und die in den derzeit vorherrschenden Konflikten der Bronx der 60er Jahre. Alles wirkt in sich stimmig und sehr gut umgesetzt. Auch die musikalische Untermalung, der „Oldi-Soundtrack“, passt perfekt in das Gesamtbild und unterstreicht einige beeindruckenden Szenen sehr gut.

Es gibt einige Längen im Film, die aber dadurch so in den Vordergrund rücken, weil manche Szenen einfach zu überladen sind, sodass alles andere danach irgendwie schleppend wirkt. Robert De Niro nimmt eher eine Nebenrolle ein, indem er den besorgten Vater spielt, der sich um seinen Sohn große Sorgen macht. Er überzeugt mal wieder in vollen Maße und auch die beiden Jungdarsteller spielen ihre Rollen sehr beeindruckend. Schade ist nur, dass man De Niro nur wenig auf der Leinwand sieht.

Die Kulissen sind gut in Szene gesetzt und untermalen die Story sehr gut. Der Rassenkonflikt nimmt dann zur Mitte des Filmes eine immer größere Rolle ein und wird durch die Schauspieler gut umgesetzt. In einem doch sehr brutalen Ende findet dann alles seinen Höhepunkt.

Fazit
Robert De Niros Regiedebüt In den Straßen von Bronx ist eine gelungene Mischung aus Gangsterfilm und Familiendrama. Der Film hat zwar zweitweise seine Längen, ist aber dennoch gut umgesetzt worden und mit fantastischen Schauspielern besetzt, die in ihren Rollen voll und ganz überzeugen.

Bewertung: 8/10 Punkten

Sonntag, 23. September 2012

Sanctuary - Wächter der Kreaturen Staffel 4 Kritik zur Mystery Serie

Handlung
Die Serie Sanctuary handelt von der 150-jährigen Dr. Helen Magnus (Amanda Tapping), der man ihr Alter jedoch nicht ansieht, und ihrem Protegé Will Zimmerman (Robin Dunne), die gemeinsam die Bevölkerung vor furchtsamen Kreaturen beschützen, die über die Erde wandeln - wahlweise aber auch die Kreaturen vor der Bevölkerung. Je nachdem.

Kritik
Die 4. Staffel der Erfolgsserie Sanctuary besteht aus insgesamt 13 Episoden. Die Staffel schließt sich sehr gut an die dritte an und baut dort weiter auf, wo sie zuvor aufgehört hat. Leider haben einige Charaktere, die man aus der letzten Staffel kennt, nur noch Gastauftritte und sind dadurch kaum noch zu sehen. Dies ist aber, durch die doch sehr abwechslungsreiche und verstrickte Handlung, verständlich, denn sonst wäre es an der einen oder anderen Stelle zu verwirrend. Dadurch bietet die Serie wieder wenig Hauptdarsteller und hat eine enorm spannende Story, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Staffel zieht. Aber keine Angst, viele Gesichter sieht man dennoch in dieser Staffel wieder und fühlt sich gleich wieder geborgen.

Selbst nach insgesamt 4 Staffeln erlebt man eine Welt, die immer noch erkundet werden muss und mit faszinierenden Persönlichkeiten Punkten kann. Viele Fans werden wissen, dass dies die letzte Staffel sein wird und sich die Autoren deswegen doppelt ins Zeug gelegt haben, um auch das Finale so gut wie möglich zu gestalten.

Die Kulissen sind nun deutlich düsterer, als man es eigentlich gewohnt war. Viele Konflikte werden ausgetragen, wo auch manche Freundschaft drunter leiden wird. In der Mitte der Staffel wird es leicht zähflüssig, was sich aber zum Finale hin wieder legt, dass weniger an Effekte geknüpft ist sondern eher an die Handlung anschließt. Denn hier wird der Zuschauer am Ende hin erst mal zum Nachdenken kommen und versuchen alle Handlungsebenen sowie Hinweise aus der Serie nachvollziehen zu können.

Fazit
Die 4. und letzte Staffel von Sanctuary ist ein gelungener Abschluss der Serie geworden. Insgesamt hat sie nie ihren roten Faden verloren und überzeugt auch hier wieder mit guten Darstellern und einer gut durchdachten Handlung, die über viele Ebenen verfügt und dadurch nicht langweilig wirkt. Leider viel zu schnell geendet und wird wohl von vielen Fans vermisst werden.

Bewertung: 8/10 Punkten

Mittwoch, 19. September 2012

Im Reich der Raubkatzen Kritik zur Disney Doku

Handlung
In der Serengeti in Tansania sind die Raubkatzen die Könige. Die Savanne ist ihr Reich und sie finden Nahrung im Überfluss. Doch auch sie sind nicht frei von Gefahren. Die Disney-Naturdokumentation erzählt anhand von realen Aufnahmen die Geschichte mehrerer Tierfamilien: Die junge Mutter Layla und ihre Tochter Mara sind in ihrer Löwenfamilie gut aufgehoben - bis Layla sich bei einem Jagdunfall verletzt und sie hinter dem Rudel zurückfallen. Derweil sammelt Löwenpatriarch Kali, der mächtige Herr eines Rudels, seine Söhne um sich und will eine ganze Dynastie begründen. Es droht eine Konfrontation zwischen Kali und Layla. Die Geparden-Mutter Sita wiederum versucht ihre fünf Jungen durchs Leben zu bringen.

Kritik
Eine weitere Dokumentation aus dem Hause Disney, die mal wieder, durch ihre bildgewaltigen Aufnahmen, sehr überzeugend und gelungen ist. Neben Unsere Erde kam auch vor einiger Zeit Unsere Ozeane auf DVD und Blu-ray raus. Diese Meisterwerke überzeugten schon da mit ihren wunderschönen Aufnahmen.

Im Reich der Raubkatzen handelt ausschließlich von der Savanne im Herzen Afrikas und den dort lebenden Raubkatzen. Viele beeindruckende Szenen sind in den fast 90min. zu bewundern, denn besonders die Einstellung zwischen dem Löwen und dem Krokodil sind einmalige Aufnahmen, die man sich unbedingt mal anschauen sollte.

Hinter all den Bildern steckt dann noch eine gut durchdachte Geschichte, wobei wir hier leider ein wenig kritisieren müssen. An einigen Stellen werden die Raubkatzen doch zu sehr Personalisiert, wodurch es häufig sehr kitschig wirkte. Natürlich sind die meisten Filme, die aus den Händen von Disney stammen, zum Größten Teil für das kleinere Publikum bestimmt, doch wäre hier an der einen oder anderen Stelle einfach weniger mehr gewesen. Manchmal reicht es auch einfach, wenn man sich die beeindruckenden Bilder anschaut, anstatt sich eine zu überspitzte Story anzusehen.

Die Kulissen sind einmalig und das Bild überzeugt vor allem auf Blu-ray auf ganzer Linie. Selten hat man so ein gestochen scharfes Bild gesehen, wodurch man mit in die Welt der Raubkatzen eintauchen kann.

Fazit
Im Reich der Raubkatzen ist eine atemberaubend schöne Dokumentation, die mit ihren Tier- und Landschaftsaufnahmen voll überzeugt. Leider stört an einigen Stellen der Sprecher und die Tiere werden zu sehr Personalisiert. Trotzdem ein gelungener Film, der einen mal wieder Afrika von einer ganz anderen Seite zeigt.

Bewertung: 8/10 Punkten

Die Morde von Snowtown Kritik zum australischen Drama

Handlung
In einem winzigen Haus im nördlichen Vorort von Adelaide lebt der 16-jährige Jamie (Lucas Pittaway) mit seiner Mutter Elizabeth und den zwei jüngeren Brüdern, Alex und Nicholas. Jamie, der umgeben ist von Gewalt und Hoffnungslosigkeit, sehnt sich nach nichts anderem, als aus diesem Milieu zu entkommen. Alles soll sich jedoch ändern, als der Junge den älteren John (Daniel Henshall) kennelernt. In diesem findet Jamie einen neuen Mentor und Ersatzvater, der ihm zunehmends Kraft und Stabilität schenkt. Als dann jedoch im Ort immer mehr Menschen auf mysteriöse Weise verschwinden, entdeckt der Teenager Johns dunkles Geheimnis. Zwischen 1992 und 1999 haben die sogenannten Snowtown-Mörder für Angst und Schrecken gesorgt. Insgesamt zwölf Menschen haben John Bunting und seine Komplizen auf grausame Art getötet. Regisseur Justin Kurzel nimmt die schrecklichen Ereignisse als Grundlage für seinen Thriller.

Kritik
Als Die Morde von Snowtown 2011 in Cannes vorgestellt wurde, sorgte er für einiges Aufsehen. Hierbei handelt es sich um ein Drama, welches sich mit den sogenannten „Snowtown Murders“ auseinandersetzt, welche in den 90er Jahren für ziemliches Aufsehen sorgten. Eine Reihe von Mordserien wurde in dieser Zeit begangen, im Süden Australiens. Bei diesem Film sollte man die hervorragende Kameraarbeit erwähnen, die den Film zu seiner atmosphärischen Dichte verhilft und so auch für genügend Spannung sorgt.

Anders als bei manch anderen Serienkillerfilmen, wie z.B. Zodiac, entwickelt man zwar Hass für den Killer, aber man denkt auch über seine Motive nach. Dadurch wird es dem Zuschauer schwer gemacht, ihn wirklich als Bestie anzusehen.

Die Handlung wird behutsam erzählt und dadurch wirken die brutalen Szenen noch verstörender. Eine Thematik, die hier angesprochen wird, ist auch, wie leicht der Junge James seinem Vorbild folgt und ihm bei seinen schlimmen Taten zur Seite steht. Die Darsteller machen ihre Arbeit wirklich gut und bauen eine gute Beziehung zueinander auf. Zum Ende hin wird der Film immer brutaler und das unbequeme daran ist, dass man immer Hinterkopf behält, dass diese Morde wirklich passiert sind.

Das Gute ist, dass einem die Charaktere in Ruhe vorgestellt werden und man ein Bild von ihnen bekommt. Dadurch entwickelt man als Zuschauer noch mehr Sympathie für die Darsteller und kann sich gut in die Story einleben. In Originalsprache kommt der Film noch besser rüber, aber das ist ja bei vielen Filmen der Fall.

Fazit
Insgesamt ist der Film sehr gut produziert und zeigt zum Teil eine andere Sicht auf die Beziehung zwischen Serienmörder und seinem Begleiter. Sehr gute Kameraführung und eine wirklich heftige Kost, die man sich nicht einfach mal so anschauen sollte.

Bewertung: 8/10 Punkten

Donnerstag, 13. September 2012

Marvel's The Avengers Filmkritik zum Comic Epos

Handlung
Loki (Tom Hiddleston), Adoptivsohn des Gottes Odin, hat sich nach seinem gescheiterten Angriff auf die Erde mit einer außerirdischen Rasse verbündet. Er ist nun mächtiger als je zuvor und es gelingt ihm, Professor Erik Solveig (Stellan Skarsgard) sowie Agent Clint Barton (), genannt Hawkeye, in seinen Bann zu ziehen. Mit deren Hilfe stiehlt Loki den Würfel Tesseract, eine grenzenlose Energiequelle, aus dem Bunker der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D für seine finsteren Zwecke. S.H.I.E.L.D.-Direktor Nick Fury () reaktiviert zur Rettung der Menschheit den Supersoldaten Captain America (Chris Evans), der über Jahrzehnte im Eis eingefroren war. Furys Spionin Black Widow (Scarlett Johansson) holt zudem den Wissenschaftler Bruce Banner (Mark Ruffalo) ins Team, der den Tesseract aufspüren soll. Und auch Milliardär Tony Stark () alias Iron Man wird um Hilfe gebeten. Schneller als erwartet erscheint Loki im deutschen Stuttgart wieder auf der Bildfläche. Dort gelingt es Captain America und Iron Man, ihn gefangen zu nehmen. Doch auf dem Rücktransport werden sie attackiert: Donnergott Thor () will seinen Adoptivbruder befreien, um ihn selbst in der Götterwelt Asgard zu bestrafen. Doch Loki will gar nicht gerettet werden, denn in den Reihen der Helden wartet eine ungeheure Zerstörungskraft auf ihre Entfesselung, die er sich zunutze machen will: der unglaubliche Hulk!

Kritik
Mit Marvel's The Avengers hat Regisseur Mio. $ bereits mehr als 1,4 Mrd. $ einspielen konnte und damit der 3. erfolgrechste Film der Geschichte ist.

Gleich zu Beginn werden dem Zuschauer krachende Actionszenen und ansehnliche Explosionen geboten. Zerstörungen und verwüstete Stadtteile gibt es am laufenden Band und alles sieht verdammt gut und glaubwürdig aus. Die gezeigten Kulissen sind sehr abwechslungsreich und lassen somit keine Langeweile oder Eintönigkeit aufkommen.

Die Helden des Films bekriegen sich anfangs gegenseitig, bis sie dann schließlich einsehen, wer ihr wirklicher Feind ist. Viele Anspielungen auf die Vorangegangenen Marvel Filme werden gemacht und sorgen für so manchen Lacher. Besonders überzeugend ist wieder mal Iron Man auf der komischen Seite, aber auch beim Actiongehalt lobenswert hervorsticht. Als dann zum späteren Zeitpunkt die Verwandlung von Bruce Banner (Mark Ruffalo) in den grünen Giganten Hulk erfolgt, bekommt Iron Man starke Konkurrenz aus den eigenen Reihen.

Fazit
Insgesamt ist Marvel's The Avengers leider nicht das nach den Lobeshymnen und Einspielergebnis erwartete Mega Epos, aber actionreiches-Spaß-Kino gibt es dennoch zu genüge geboten.

Bewertung: 8/10 Punkten

Dienstag, 28. August 2012

The Walking Dead Staffel 1 Kritik zur Zombie Serie mit Andrew Lincoln

Handlung
The Waking Dead ist eine Adaption der gleichnamigen Comicbücher von Robert Kirkman. Darin geht es um eine Gruppe von Menschen, die nach der Apokalypse als die letzten Überlebenden in einer Welt bestehen müssen, die von Zombies bevölkert wird. Im Mittelpunkt der Serie steht der Polizist Rick Grimes (Andrew Lincoln), der für sich und seine Mitstreiter eine sichere Zuflucht sucht.

Kritik
Nachdem das Zombiegenre sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreute, hat AMC beschlossen die Chance zu nutzen und nahm im Jahr 2010 die Serie The Walking Dead ins Programm auf.

Sozusagen als Test Projekt bekam die erste Staffel nur 6 Folgen spendiert. Da Zombiefilme unter Genreliebhabern zwar gern gesehen sind, aber gute und erfolgreiche Filme, in den letzen Jahren sehr rar gesäht waren, wollte AMC kein Risiko eingehen. Schnell wurde klar das eine Zombieserie, die noch dazu sensationell gut gemacht ist, genau das war, worauf die Fans solange gewartet hatten. Weit entfernt von den vielen trashigen Zombiefilmen, kann sich The Walking Dead durch erstklassge Effekte und einen super Cast erfolgreich von der Masse abheben.

Was die Sets, Ausstattung oder den Aufwand betrifft, braucht sich die Serie nichtmal vor Kinofilmen zu fürchten, denn alles ist tadellos inszeniert und die Darsteller sind durchweg gut besetzt. Auch die Untoten sind sehr schön anzusehen, die FSK: 18 Freigabe ist aufgrund der butigen Szenen durchaus gerechtfertigt und auch von nöten, denn wer möchte denn verharmloste Zombies zu Gesicht bekommen. Leider ist die 1. Staffel der Serie bisher in Deutschland nie völig ungekürzt erschienen. Die Episoden 2 - 5 wurden leicht, um einige Gewaltszenen erleichtert.
Aufgrund der fantastischen Sets und des passenden Scores entsteht tatsächlich eine Endzeitatmosphäre, die man selbst bei den besseren Genre-Vertretern oftmals vergeblich sucht. Atmosphäre und die charakterliche Entwicklung der Protagonisten stehen trotz des hohen Erzähltempos und der Actioneinlagen stets im Vordergrund. Darüberhinaus ist auch der emotionale Tiefgang stets präsent, welcher an einigen Stellen echt unter die Haut geht.
Um die Zombiefans nicht zu enttäuschen und mit einer dramatischen Story, ohne Gruselmomente zu langweilen, ist der Goregehalt extrem hoch gehalten, allein schon die Maskenbilder können schocken, aber wenn es dann erst richtig zur Sache geht, sehen selbst Klassiker von George A. Romero im Vergleich alt aus. Leider kann das extrem hohe Niveau der Pilotfolge im späteren Verlauf nicht ganz gehalten werden, hier und da tun sich ein paar längen auf, jedoch bewegt sich The Walking Dead trotz allem noch auf guten, hohem Niveau.

Fazit
The Walking Dead ist zurecht eine enorm Erfolgreiche Zombie-Serie. Geboten werden tolle Sets, gute  Darsteller, hervorragende Masken und eine durchfachte Story die auch dramaturgisch sehr ansprechend daherkommt.

Bewertung: 8/10 Punkten

Der Ursprung des Lebens Kritik zur BBC Doku

Handlung
Das Leben, das heute auf der Erde zu finden ist, ist das Resultat eines Jahrmillionen andauernden evolutionären Prozesses. Das mag der eine anstößig finden, manche als pervers und der andere als Blasphemie bezeichnen. Die Fakten sind erdrückend und das Leben so vielfältig, dass es schwerfällt, sich ein Bild zu machen, wie es ganz am Anfang aussah. David Attenborough nimmt den Zuschauer in dieser zweiteiligen Dokumentation zum Keim irdischen Lebens mit...

Kritik
Die Dokumentation Der Ursprung des Lebens beinhaltet die beiden Folgen Die ersten Pioniere und Die Eroberer. David Attenborough zeigt bei seiner Reise die Fundorten von Fossilien, von denen man annimmt, dass sie zu den ersten Lebewesen überhaupt gehören.

Die CGI´s sehen recht ansehnlich aus, auch wenn einige Szenen recht unpassend eingeworfen wirken, bieten sie für einen Dokumentarfilm recht angemessene technische Reize. Das Tierdesign ist recht trist gehalten und nicht extra spektakulär aufpoliert worden. Neben den 2 enthaltenen Folgen, gibt es auch noch eine Bonus-Disk, welche zum Teil ein Making-Of, aber auch ein Porträt des Dokumentarfilmers ist. Es ist unglaublich, wie agil Attenborough mit seinen über 80 Jahren noch ist. Sein großes Interesse an der Umwelt und der Entwicklung des Lebens springt auch auf den Zuschauer über.

Ein Großteil der Zeit werden Interviews mit wichtigen Forschern geführt, sowie beeindruckende Originalschauplätze auf der ganzen Welt besucht. Vom eisigen Schottland bis in die Wüste Australiens werden schöne Aufnahmen gezeigt.

Fazit
Der Ursprung des Lebens kann durch gute technische Umsetzung und prachtvolle Aufnahmen überzeugen, muss allerdings an einigen Stellen auf CGI´s zurückgreifen, welche sich aber sehen lassen können.

Bewertung: 8/10 Punkten

Montag, 27. August 2012

50/50 - Freunde fürs (Über)Leben Kritik zur Dramödie mit Seth Rogen und Joseph Gordon-Levitt

Handlung
Der Film handelt von dem 27 Jahre alten Adam, welcher von verkörpert wird. Adam leidet schon seit einiger Zeit an starken Rückenschmerzen, weshalb er einen Arzt aufsucht und die schreckliche Diagnose Krebs gestellt bekommt. Die Diagnose teilt er mit seiner neuen Freundin Rachael (), seinem besten Freund Kyle () und seiner Mutter Diane (), diese hat allerdings selbst alle Hände voll zu tun, mit dem an alzheimer leidenden Vater von Adam. Alle haben eine andere Art mit der harten Wirklichkeit und der bevorstehenden Chemotherapie umzugehen. Eine weitere wichtige Stütze für Adam, ist die Therapeutin Katherine (

Kyle (), welcher hauptsächlich aus Komödien wie "Superbad" (2007) oder "Beim ersten Mal" (2007) bekannt ist.

Die Ernsthaftigkeit, welche das Thema Krebs mit sich bringt, gerät dabei allerdings nie zu kurz, denn


Samstag, 25. August 2012

The Watch - Nachbarn der 3. Art Kritik zur Sci-Fi Komödie mit Ben Stiller und Jonah Hill

Handlung
Die Alien-Komödie The Watch - Nachbarn der 3. Art spielt in einer Kleinstadt in Ohio. Nach dem mysteriösen Mord, eines Sicherheitsbeauftragten, gründet Evan (), gemeinsam mit Bob (), Franklin () und Jamarcus () eine Nachbarschaftswache. Die Vier machen es sich zur Aufgabe, den grausamen Mordfall aufzuklären und geraten dabei in viele witzige, aber auch bedrohliche Situationen.

Kritik
The Watch - Nachbarn der 3. Art ist ein gelungener Genremix, der mit den, hauptsächlich aus Komödien bekannten Darstellern Stiller, Hill und Vaughn, neben erstklassigen Gags auch eine spannende Sci-Fi-Horror Alien Jagd zu bieten hat.

In der ersten Hälfte des Film gelingt es, durch den witzig blödelnden Bob, welcher ebenso wie Franklin kein Blatt vor den Mund nimmt, teils echte Brüller und Gag Feuerwerke zu liefern. Evan sorgt eher durch seine korrekte, geradlinige und spießerhafte  Art, im passenden Zusammenspiel mit den beiden Partywütigen Witzbolden Bob und Franklin für spaßige Situationen. Der Humor ist recht derb und sexistisch, aber genau das sorgt hier für den Witz. Jamarcus ist eher von der stillen Sorte, aber wenn er was sagt oder macht, dann ist es dafür umso lustiger. Genau dieses gelungene Zusammenspiel, sowie die durchdachte Story und der interessante Genremix machen The Watch eben aus. Die Darsteller passen alle perfekt in ihre Rollen und harmonieren fantastisch miteinander.

Als sich dann auch noch die ersten Aliens in voller Pracht zeigen, bekommt der Film nochmal einen Schub, da alles sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Natürlich kommt durch die witzigen Dialoge und Darsteller nie eine wirklich düstere Atmosphäre auf, dass ist allerdungs auch gar nicht gewollt, aber Spannung bekommt man allemal geboten.

Fazit
Der gelungene Genremix macht The Watch - Nachbarn der 3. Art zu etwas besonderem, den Film gelingt es sich dadurch von dem üblichen Klamauk deutlich abzuheben. Trotzdem zünden aber auch die Witze und das Zusammenspiel der 4 Hauptcharaktere ist echt gelungen.

Bewertung: 8/10 Punkten

Mittwoch, 8. August 2012

Hugo Cabret Kritik zum Fantasyspektakel von Martin Scorsese

Handlung
Hugo Cabret erzählt die Geschichte eines Waisenjungen, der heimlich in den Gemäuern eines Pariser Bahnhofs lebt. Mit der Hilfe von Isabelle, einem gewiften kleinen Mädchen, sucht Hugo nach der mysteriösen Verbindung zwischen seinem Vater, den er erst kürzlich verloren hat, einem übellaunigen Ladenbesitzer und einem herzförmigen Schloss, für das es keinen passenden Schlüssel zu geben scheint.

Kritik
Das bildgewaltige 3D Fantasy-Spektakel Hugo Cabret vom Regiemeister

Montag, 6. August 2012

Dexter Staffel 1 Kritik zur Krimi-Serie mit Michael C. Hall

Handlung
Der Forensiker Dexter Morgan () arbeitet für das Miami Police Department und ist Spezialist auf dem Gebiet der Blutspurensuche und Auswertung. Mihilfe von Blutspritzern gelingt es ihm ganze Tathergänge zu rekonstruieren, wodurch er für die Polizei Arbeit unerlässlich ist. Neben seiner Vorgesetzten Lt. Maria Laguerta (), schätzen ihn auch seine Mitarbeiter sehr, für das was er kann. Sergeant James Doakes (), ist Dexter allerdings ein Dorn im Auge, weshalb er stets unter besonderer Beobachtung von ihm steht. Weder Dexters Freundin Rita (), noch seine Stiefschwester Debra () ahnen, dass Dexter selbst ein Serienkiller und vom Blut völlig besessen ist. Einzig Dexters Pflegevater Harry () erkannte früh die Besonderheit seines Sohnes und half ihm, seinen Killerinstinkt in die richtigen Bahnen zu lenken. Als das Miami Police Department einem Serienkiller auf der Spur ist, der seine Leichen ausbluten lässt, einfriert und der Polizei in sauber zersägten Stücken präsentiert, gerät Dexters Leben aus den Fugen. Er befürchtet, dass der Killer hinter sein dunkles Geheimnis gekommen ist, denn ohne Blut, kann Dexter seine Arbeit nicht verrichten.

Kritik
Staffel 1 von der Krimi Serie Dexter umfasst gerade mal zwölf Folgen, die auf dem Roman "Darkly Dreaming Dexter" von Jeff Lindsay beruht. Die Gratwanderung zwischen erfolgreich, engagierter Laborratte und intelligenten, gründlichen Killer gelingt Michael C. Hall Meisterhaft. Noch nie zuvor hat es ein Killer geschafft so sehr die Sympathie des Zuschauers auf seine Seite zu lenken.. Er bringt ja schließlich nur Menschen um, die es seiner Meinung nach verdient haben.

Das Hauptaugenmerk liegt in der ersten Staffel auf der Verfolgung des Kühllast-killers, doch nebenher, bietet Dexter viele weitere, interessante Handlungsstränge. Es gibt einige Rückblenden in Dexters Vergangenheit, wo geklärt werden soll weshalb Dexter zu einem Killer wurde. Ein weiterer wichtiger Handlungsstrang bezieht sich auf die Beziehung zwischen Dexter und seiner neuen Freundin Rita. Hier ist interessant zu sehen, wie verstört Dexter in Wirklichkeit ist, denn gegenüber der Außenwelt, wirkt er stehts souverän und kommt ganz anders rüber als in der Beziehung. Die Serie bietet zudem explizite Gewalt- und Mordszenen, aber auch mit nackter Haut wird nicht gegeizt. Neben der spannenden, durchdachten und gut inszenierten Story, tragen in Dexter die hervorragenden Protagonisten und die passende Atmosphäre einen großen Teil zum Gesamtwerk bei.

Fazit:
Dexter hebt sich ganz klar von allem bisher dagewesenem ab und ist erfrischend neu und anders. Es wird in der Serie geschafft das der Zuschauer eine Sympathei für den Serienkiller Dexter entwickelt. Michael C. Hall verkörpert die Rolle des Dexter ganz vorzüglich und ist stets interessant anzusehen. Es geht hier nicht um einen stumpfsinnigen Killer, ganz im Gegenteil, Dexter ist ein filigraner, gründlicher Täter, der seine Spuren auf beeindruckende Weise zu beseitigen weiß. Die Rahmenhandlung ist sehr spannend und auch die einzelnen Story Elemente bieten ausreichend Abwechslung. Alle Darsteller spielen gut und sind passend für ihre Rollen besetzt. Durch die Monologe von Dexter kommt eine ungemeine Atmosphäre auf. Es gibt auch sehr viel schwarzen Humor und dramatische Ereignisse, neben den im Vordergrund stehenden Thriller-Elementen. Insgesamt eine sehr gelungene 1. Staffel.

Produktionsfirmen: Showtime Networks, John Goldwyn Productions, Devilina Productions
Verleihfirma: Paramount Home Entertainment

Bewertung: 8/10 Punken